Am Rückbau muss sich die Gemeinde Wartau mit einem Interessensbeitrag von 1,1 Mio. Franken beteiligen, die restlichen 400000 Franken übernimmt der Kanton. Das geht aus einer Mitteilung der Gemeinde hervor.
Wird die Vorlage am 10. April abgelehnt, kann die Bahnhaltestelle nicht realisiert werden, weil die Kantonsregierung die Finanzierung der S-Bahnhaltestelle unter Vorbehalt des Wartauer Interessensbeitrages zugestimmt hat.
Gemeindepräsident Andreas Bernold sagt:
Ob und wann eine neue Finanzierung oder ein neues Projekt initiiert werden kann, hängt unter anderem von den beteiligten Partnern ab. Eine allfällige Realisierung wird sich voraussichtlich um Jahre hinauszögern.Der Standort Trübbach-Fährhütte ist nicht mehr verhandelbar, da er im Richtplan des Kantons festgelegt ist. Das kantonale Amt für öffentlichen Verkehr hat bekanntlich eine Nutzwertanalyse durchgeführt. Dabei wurden der bestehende und der geplante Standort gegenübergestellt. Die Analyse ist zugunsten Trübbach-Fährhütte ausgefallen, wenn auch eher knapp, wie der W&O vor zwei Jahren berichtete. «Die Wiederinbetriebnahme des alten Bahnhofgebäudes in Trübbach steht nicht zur Diskussion, umso mehr der bestehende Bahnhof nach dem Behindertengleichstellungsgesetz mit erheblichem Aufwand saniert werden müsste, dies würde mehr kosten als der Bau einer neuen Haltestelle. Wenn wir eine Bahnhaltestelle wollen, wird diese im Gebiet Fährhütte realisiert», so Andreas Bernold weiter.
Früheste Inbetriebnahme wäre im Dezember 2027
Im ersten Ausbauschritt 2025 wird eine Perronkante realisiert. Mit dem zweiten Ausbauschritt 2030/2035 soll die Bahnhaltestelle dann um eine zweite Perronkante erweitert werden. Für die Gemeinde Wartau entstehen durch den zusätzlichen Ausbauschritt allerdings keine weiteren finanziellen Verpflichtungen, wird in der Medienmitteilung weiter betont. Früheste Inbetriebnahme der Bahnhaltestelle Fährhütte wäre im Dezember 2027. Der Neubau umfasst eine Personenunterführung, ein Kundencenter und eine Rampe und Treppe aus der Personenunterführung zum Perron. Darüber hinaus soll es Veloständer und sogenannte Kiss-and-Ride-Parkplätze auf beiden Seiten der Bahngleise geben. Kiss-and-Ride-Anlagen sind angeordnete Parkstände für Kurzzeitparken zum Absetzen oder Abholen von Personen in unmittelbarer Nähe zu Bahn- und Bussteigen. Weiter vorgesehen ist die Anpassung der Gemeindestrasse und der Wege für einen behindertengerechten Zugangsbereich. Seitens der Gemeinde Wartau wurde in den vergangenen Jahren mehrmals betont, dass die neue Haltestelle Mitarbeitende im Industriegebiet Gebiet Fährhütte zum schnellen Pendeln mit dem ÖV motivieren soll.
Der Bahnhof Trübbach ist seit vielen Jahren nicht mehr in Betrieb: Wartau stimmt am 10. April über einen Interessensbeitrag in der Höhe von 1,1 Millionen Franken zum Rückbau ab.
Bild: Armando Bianco