Im Vorfeld der Abstimmung zur Erweiterung der Schulanlage Kappeli in Buchs wurden deren Kosten öffentlich kritisiert. Unbestritten blieb der ausgewiesene Platzbedarf. Deshalb ging die Projektgruppe zusammen mit der Schule und den Architekten nochmals über die Bücher und suchte nach Einsparmöglichkeiten, wie die Stadt Buchs in einer Medienmitteilung schreib.
Eine komplette Neuplanung stellte weder kostentechnisch noch zeitlich eine valable Option dar. Inzwischen wurden Möglichkeiten zur Kostenoptimierung des Bauvorhabens lokalisiert. Je nachdem welche Variante gewählt wird, können gemäss aktuellem Wissensstand 2 bis 3,3 Millionen Franken eingespart werden. Welche Kompromisse dafür eingegangen werden müssen, wird der Bevölkerung in einer frühen Phase transparent dargelegt.
Kleinere Klassenzimmer und weniger Tageslicht
Insgesamt werden am kommenden Mittwoch, 30. März, um 19 Uhr in der Aula Flös mehrere Projekt-Varianten vorgestellt. Eines haben alle gemeinsam: Das Bauvolumen wurde um zwei Prozent reduziert. Dies ist notwendig, um grosse Kosteneinsparungen zu erzielen. Die markantesten Folgen der Verkleinerung des Bauobjekts sind, dass die Klassenzimmer von 75 auf 72 Quadratmeter reduziert und im vorgesehenen Luft- und Lichtraum neu die Nasszellen platziert werden. Dadurch steht weniger Raum für die Lernlandschaft zur Verfügung und der Einfall des Tageslichts wird je nach Variante deutlich geringer als im ursprünglichen Projekt geplant. Weiter wurden verschiedene Varianten geprüft, bei denen die Gebäude direkt miteinander verbunden sind oder der Zimmerwechsel über den Aussenraum («Kalterschliessung») erfolgt. Zudem wurden Varianten in Erwägung gezogen, bei denen das bestehende Schulgebäude für die Schulische Tagesstätte aufgestockt oder in einen später aufstockbaren Punktbau investiert wird.Bevölkerung soll eigene Meinung einbringen
Der Grundsatzentscheid hat wesentliche Auswirkungen auf die Aussenraumgestaltung, respektive deren Nutzfläche für die Schülerinnen und Schüler. Für die Baufachleute ist zudem fraglich, ob es vertretbar ist, auf das bestehende Schulhaus aus den 50er-Jahren einen neuen Baukörper zu setzen, ohne, dass eine Sanierung des Bestandes vorgesehen ist. Genau bei solchen Themen kann sich nun die Bevölkerung in einer frühen Phase einbringen, damit eine mehrheitsfähige Vorlage erarbeitet und zur Abstimmung gebracht werden kann, schreibt die Stadt Buchs in ihrer Mitteilung weiter.
Die Schulanlage Kappeli muss erweitert werden.
Bild: PD