Es wird gewiss ein emotionaler Abend.Das sagte Katharina Schertler am Samstagabend bei der Begrüssung zur Hauptversammlung. Wie recht sie hatte. Gleich zweimal erhielt sie stehende Ovationen, nach ihrem Jahresbericht und nach der Ehrung. Das Gute: Sie bleibt dem Verein Fabriggli als Leiterin des Kinder- und Jugendprogramms erhalten. In der Laudatio lobten die Vorstandsfrauen Claudia Novotny und Svetlana Pavlova die scheidende Präsidentin für ihre Menschlichkeit und Kommunikationsfähigkeit, für ihre Begeisterungsfähigkeit und als Vorbild für das ganze Team. In ihren 17 Jahren im Amt habe sie das Fabriggli mit ihren Ideen stetig verbessert.
Viel gelernt, angerissen und gestemmt
Katharina Schertler erklärte:Ich gebe mein Amt nach 17 Jahren in neue, gute Hände. Das Fabriggli war mein Glücks- und mein Lieblingsort. Ich durfte unfassbar viel lernen, anreissen, stemmen, erleben.Als Geschenke erhielt Katharina Schertler eine Ladung Steine mit Botschaften vom Team und einen «besonderen Tag im Fabriggli» im kommenden Herbst. Und als Überraschung hatten die Vorstandsfrauen aus Fabriggli-Werbeblachen 80 Taschen gefertigt und damit einen lang gehegten Wunsch der Präsidentin umgesetzt. Ein Teil der «Kultbeutel» wurde an diesem Abend ans Publikum versteigert.
Nachfolgerin mit Applaus ins Amt gewählt
Mit Applaus wählte die Versammlung Annamarie Engler als Nachfolgerin ins Präsidium. Diese bringe einen grossen Rucksack aus vielen Vorstandsämtern und als ehemalige Gemeinderätin von Sevelen mit, sagte Katharina Schertler. Die übrigen Vorstandsmitglieder und die Revisoren wurden bestätigt. In ihrem Jahresbericht nannte Schertler das Jahr 2021 mit den wechselnden Coronaregeln «in einem Wort: herausfordernd». Man habe aber auch unglaubliche Wertschätzung vom Publikum erfahren. Schwierig sei es, Personen zu finden, die zeitintensive und verantwortungsvolle Arbeiten übernehmen. Da stellte sich die Frage der Entlöhnung und deren Finanzierung. Auch in fast allen Jahresberichten der neun Ressorts war «Corona» omnipräsent und mit Verschiebungen und Neuansetzungen eine Belastung. Die Berichte zeigten aber auch, wie kulturell breit das Angebot aufgestellt ist und wie die Menschen dahinter mit viel Engagement und Herzblut dabei sind. Theater, Musik, Kinder- und Jugendprogramm, Ausstellungen und Eigenproduktionen bilden dieses Angebot, das durch Technik und Gastronomie abgerundet und durch Marketing und Kommunikation sowie die Vermietung der Räumlichkeiten ergänzt wird.
Eine «Theater-Lesung» mit Livemusik bot die «Dakar Produktion» mit ihren faszinierenden Klapp-Puppen.
Bild: Hanspeter Thurnherr