Zu den vielen, in den Jahren 2021 und 2022 bereits erhaltenen Preisen ist am letzten Wochenende in Bern ein weiterer hinzugekommen: Das Azmooser Schulhaus Feld wurde mit dem «Constructive Alps 2022» ausgezeichnet.
Zum sechsten Mal haben die Schweiz und Liechtenstein den mit 50000 Euro dotierten internationalen Architekturwettbewerb ausgeschrieben, der nachhaltiges Bauen und Sanieren im Alpenraum auszeichnet.
Die Jury mit Mitgliedern aus allen Alpenländern hat aus 237 Eingaben deren 31 Projekte nominiert. Vergeben wurden nun vier Hauptpreise und sieben Anerkennungen für Projekte im ganzen Alpenbogen.
Zuvor gab es folgende Preise und Anerkennungen für das Schulhaus: Prix Lignum Ost 2021 (Anerkennungspreis), Lignum Holzkette Schweiz (Label Schweizer Holz), Heinze Architekten Award 2021 (Sonderpreis für nachhaltigen Bildungsbau), Nomination «Kaninchen»-Preis durch die Fachzeitschrift «Hochparterre». Gewürdigt wird das Schulhaus auch als Teil der Ausstellung «Schön hier. Architektur auf dem Land», die bis am 27. November im Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt zu sehen ist.
Einblick an Wanderausstellung
In der Wanderausstellung «Constructive Alps 2022 – Nachhaltige Architektur von Ljubljana bis Nizza» werden die 31 von der Jury nominierten Projekte näher vorgestellt. Zu sehen sind auch das Azmooser Schulhaus Feld, zwei Liechtensteiner Projekte sowie das Mehrzweckgebäude Fläsch. Die Wanderausstellung ist bei freiem Eintritt bis zum 8. Oktober direkt vor dem Liechtensteiner Regierungsgebäude in Vaduz zu sehen.

Mehrfach preisgekrönt: Das Azmooser Schulhaus Feld wurde diskret in das Dorfbild eingefügt, trotz doppelter Kapazität.
Bild: Thomas Kessler
«Äussere Zurückhaltung und innere Schönheit»
Laudator Robert Mair sagte an der Verleihung des ersten Preises, dass sich alle acht Jurymitglieder einig gewesen seien: «Das ist ein absolut nachhaltiges und würdiges Werk der gegenwärtigen Baukunst.» Wie kein anderes Projekt vereine es alle Dimensionen der Nachhaltigkeit, sowohl wissenschaftlich als auch emotional. «Es hat die Jury in seinen Bann gezogen mit seiner äusseren Zurückhaltung und der inneren Schönheit, voll natürlichem Licht und Schatten, mit Geborgenheit und dennoch räumlicher Vielfalt. Der Gemeinde sprechen wir unseren Respekt aus, für den Weitblick und das Risiko, ausgetretene Wege zu verlassen.»Schweizer Preise und Ausstellung in Deutschland

Mit Tageslicht erhellt und transparenter Raumaufteilung: Blick in das Azmooser Schulhaus Feld.
Bild: Georg Aerni