Betroffen sind aktuell das Giessli in Räfis-Burgerau, dort hat es nur noch ganz wenig Wasser, weiter der Steinebach in Sennwald, der seit rund einer Woche komplett trocken ist, oder auch die Saar in Sevelen, die verhältnismässig wenig Wasser führt.
Christian Schwendener vom Vorstand des Fischereivereins Werdenberg, sagt:
Das Gewässer in der Burgerau dient auch der Aufzucht. Es komme wohl irgendwann der Zeitpunkt, an welchem man sich die Frage zu Aufwand und Ertrag bzw. dem Sinn des Besatzes machen müsse. Diese Thematik werde im Fischereiverein besprochen und zu einer neuen Auslegeordnung führen.
Diese Situation wird sich in den kommenden Wochen wohl noch weiter zuspitzen.Als Gründe nennt er die seit Weihnachten 2022 mehrheitlich ausgebliebenen Niederschläge in Form von Regen und Schnee. Zudem liege in höheren Lagen wenig Schnee, sodass derzeit bergseits nur wenig Schmelzwasser abfliesst. In seiner Einschätzung geht Christian Schwendener sogar noch weiter zurück: «Generell hat es seit letzten Sommer zu wenig geregnet, die Speicher sind deshalb nicht gefüllt», sagt er auf Anfrage gegenüber dem W&O.
Fischfressende Vögel profitieren von Situation
Das Giessli in der Burgerau habe keinen Zulauf und werde nur von Grund- bzw. Quellwasser gespeist. Es fehlen tiefe Stellen, Löcher, grössere Steine oder Unterstände, «das macht es für Fische und Frösche schwierig». Profiteure sind fischfressende Vögel, allen voran die Graureiher, die einfach zugreifen können.
Für Fische wird es eng: Es fehlen tiefe Stellen oder Rückzugsräume.
Bild: Ursina Marti