Wie es in einer gemeinsamen Medienmitteilung der sechs Kommunen heisst, soll damit auch nach 2023 das zu erwartende strukturelle Defizit des Bergbahnunternehmens gedeckt werden. Denn Ende 2023 läuft das aktuelle Hilfspaket aus, das seit 2018 aus diversen Gemeindehaushalten jährlich 540'000 Franken in die Kassen der Pizolbahnen spült. Zwischen 2018 und 2020 leistete auch der Kanton St. Gallen Beiträge.
Intensive Verhandlungen seit Sommer 2020
Hatten einzelne Gemeindevertreter sowie Exponenten des Kantons bei der Lancierung des Hilfspaketes 2018-2023 noch die Hoffnung, dass die Pizolbahnen ab dem Jahr 2023 selbsttragend sein würden (oder mindestens stellten sie diesbezügliche Forderungen), betonten die Verantwortlichen der Bahnen selber stets, dass das aufgrund der Konstellation mit den beiden teuren Zubringern ab Wangs und Bad Ragaz Wunschdenken sei. Eine Einschätzung, mit der sie recht behalten sollten. Hinter den Kulissen liefen deshalb bereits seit dem Sommer 2020 intensive Verhandlungen, zwischen beteiligten Parteien, in welcher Form – und ob überhaupt – die öffentliche Hand die Bahnen ab dem Jahre 2024 weiter unterstützen könnten.Bestehende Beiträge plus Beschneiung
Am Montag kommunizierten die Gemeinden nun das Resultat dieser Anstrengungen. Gestützt auf den Businessplan der Pizolbahnen AG haben sich die sechs beteiligten Gemeinden demnach für die Mitfinanzierung der Variante «Status Quo Plus» (heutiges Angebot inklusive Ausbau Beschneiungsinfrastruktur) geeinigt, wie es in der Mitteilung heisst. Diese Variante beinhalte, dass die Gemeinden in den nächsten beiden Jahren einen finanziellen Beitrag (Erwerb neuer Aktien) von insgesamt 5.3 Mio. für den Ausbau der Beschneiungsinfrastruktur übernehmen und gleichzeitig den heutigen, jährlich wiederkehrenden Defizitbeitrag von 540 000 Franken für die kommenden 13 Jahre weiterführen. Diese Massnahmen sollen den Bahnen AG helfen, sich so aufzustellen, damit sie letztlich Eigenständigkeit erlangen könnten.
Die Gemeinde Sargans steigt aus.
Bild: Michel Canonica