Die Hauptversammlung der Werdenberger Jäger-Vereinigung (WJV) wurde durch die Jagdhornbläsergruppe Werdenberg unter der Leitung von Dirigent Edi Hehli eröffnet. Die Jägerschaft traf sich im Landwirtschaftlichen Zentrum Rheinhof in Salez. Nebst den zahlreich erschienenen Mitgliedern waren auch die Gäste Barbara Dürr-Bruhin (Kantonsratspräsidentin), Sascha Schmid (Kantonsrat), Simon Meier (Amtsleiter Jagd Kanton St.Gallen), Peter Weigelt (Präsident Revierjagd St. Gallen), Stephan Schädler (Präsident Toggenburger Jägervereinigung), Jules Mullis (Präsident Sarganserländer Jäger), Reto Fluor (Gemeinderat Sennwald) und Sepp Koller (Wildhüter) anwesend.
Schiessübungen: Es hätten mehr Teilnehmende sein dürfen
Präsident Josef Lenherr, Gams, informierte in seinem letzten Jahresbericht über das vergangene Vereinsjahr. Das Schiesswesen auf St.Luzisteig unter der Leitung von Matthias Schwengeler lief diszipliniert und unfallfrei ab, schreibt die WJV in ihrer Mitteilung. An den Schiessterminen sei noch Potenzial nach oben vorhanden, was die Anzahl Teilnehmer angeht. Ein sicherer Umgang mit der Waffe ist wichtig; es sollte nicht das Ziel sein nur den Treffsicherheitsnachweis zu erlangen und das Training einzustellen.

Die Hundeübungen unter der Leitung von Christian Beck in den verschiedenen Revieren waren sehr gut besucht. Die durch die Kassierin Luzia Schweizer erstellte Jahresrechnung schloss mit einem kleinen Ertragsüberschuss und wurde von der Versammlung einstimmig abgenommen, ebenso auch das Budget 2025. Erfreulich sei zudem, dass zwölf Neumitglieder im Verein begrüsst werden konnten.
Mit Monika Stieger konnte eine Nachfolgerin für das Ressort Weiterbildung gefunden werden. Nach 14 Jahren als Präsident wollte auch Josef Lenherr sein Amt abgeben. Mit Mirco Rossi aus Sevelen konnte ein Nachfolger präsentiert werden; er wurde von der Versammlung mit Applaus gewählt.
Simon Meier, Leiter Jagd beim ANJF, erläuterte, dass aktuell Hearings mit verschiedenen Interessengruppen für den VI. Nachtrag des Kantonalen Jagdgesetzes stattfinden. Schon durch ist die Anpassung des nationalen Jagdgesetzes, wo zum Beispiel der Schalldämpfer als verbotenes Hilfsmittel gestrichen wurde und die Jagd auf Schwarzwild im Wald in der Nacht verboten wurde. Des Weiteren werde es bei der Ausbildung der Jagdprüfung im Kanton St.Gallen Änderungen geben.
Auch in der Ausbildung stehen Änderungen an
Andreas Eisenring, Präsident GAJ, erläutert in einem Vortrag die Änderungen in der kantonalen Jagdausbildung. In den letzten Jahren sei bei den Prüfungen aufgefallen, dass viele Prüflinge keinen Anschluss an Jagdgesellschaften haben und das jagdliche Hintergrundwissen sowie auch der Umgang mit einer Waffe fehle. Deshalb wird der Lehrgang überarbeitet, und die Jagdgesellschaften werden tiefer in die Ausbildung miteinbezogen.

Anwärter sollen beispielsweise vermehrt bei Drückjagden als Treiber dabei sein, Hege- und Pflegearbeiten im Jagdrevier ausführen, bei einem Ansitz dabei sein und auch einmal ein erlegtes Wildtier aufbrechen. Mit diesen Änderungen soll die Ausbildung wieder mehr auf die Praxis ausgelegt werden.