Um den 2. April herum sprang eine eigentlich ortskundige Katze namens Nera auf das falsche Vordach des Gewerbeparks Widen hinunter und fand weder einen Ausweg nach oben noch nach unten, um nach Hause zu gelangen.
Auf welche Art und Weise die Katze nach oben gelang, konnte Retterin Beate Rhyner von der Katzenstation Cat-Box in Gams nur mutmassen.
Eine ungesunde Rettung war gefordert
Zuvor hatte eine aufmerksame Anwohnerin, die nur wenige Gehminuten weit vom Firmengebäude entfernt wohnt, kurz vor dem Samstagseinkauf am Mittag die Katze auf dem Dach bemerkt. Rund fünf Stunden nach der Sichtung, als die durch Regen durchnässte Katze sich immer noch auf dem Vordach befand, griff sie zum Telefon und kontaktierte Beate Rhyner, die zuvor bereits die eine oder andere Katze retten musste. Trotz starkem Husten schritt sie unverzüglich zur Tat, um sich vor Ort ein Bild zu machen und plante ihre Rettungsaktion.
Der Ort, von dem Nera nicht mehr alleine herunterkam: das Vordach im Gewerbepark Widen.
Bild: Lukas Hohmeister
Auf dem Vordach bis an den Rand getrieben
Für eine Leiter wäre das Dach zu hoch gewesen, also musste sie durch die Nebenwohnung auf das Dach und dann von da aus auf das Vordach, wo sich die Katze befand. Mit im Gepäck: Eine Leiter, eine Transportbox und ein Fangnetz. Trotz aller Erfahrung befürchtete die Gamserin während der Rettung das Herunterspringen der am Rand sitzenden Katze. Das Vordach mit rund sechs Metern Höhe verliess Nera «Gott sei Dank» in den sicheren Händen der Retterin.
Rettung naht: Katze Nera kauert auf dem Vordach.
Bild: PD