In der Gewehr-Disziplin 50 Meter Liegend wurde an den Europameisterschaften im polnischen Wroclaw bei den Männern in zwei Ablösungen geschossen.
Am Donnerstag war der Gamser Sportschütze Christoph Dürr gleich zu Beginn an der Reihe. Er startete verhalten in den 60 Schuss umfassenden Wettkampf und musste sich erst mal mit einer 9,9 begnügen. Doch danach liess er nichts mehr anbrennen und schoss 59 Zehner.
Mit 626,5 Punkten und Rang eins nach dem ersten Wettkampfteil durfte er mit dem Ergebnis erst mal zufrieden sein. Danach hiess es warten, was in der zweiten Ablösung für Resultate erzielt werden.
Denn in der ersten Ablösung schoss der Norweger Simon Claussen die genau gleiche Punktzahl. Was heisst: Die beste Zehner-Serie entschied über Rang drei und vier. Diese war bei beiden identisch, doch die zweitbeste Serie sprach dann für den Skandinavier.
Da Claussen aber vor dem Wettkampf in der landesinternen Ausscheidung unterlag, schoss er im Hauptwettkampf ausser Konkurrenz mit und war nicht medaillenberechtigt.
Die Delegation aus Norwegen dürfte sich geärgert haben, dass der «falsche Mann» am besten schoss und die drei zugelassenen Schützen lediglich die Ränge 6, 21 und 36 belegten.
Das Pech der Norweger war das Glück des Schweizers
Der Kampf um die Medaillen war eine spannende Angelegenheit – und Dürr war mittendrin. Nur zwei Schützen vermochten den Werdenberger zu schlagen: Landsmann Jan Lochbihler aus Solothurn erzielte 627,2 Punkte und durfte sich an der Siegerehrung die Goldmedaille umhängen lassen. Nur knapp vor Dürr beendete der Bulgare Anton Rizov den Wettkampf mit 226,6 Punkten. Damit durfte sich Christoph Dürr über EM-Bronze freuen. Er verdankte Rang drei aber nicht nur seiner ausgezeichneten Performance am Wettkampftag. Das Glück war ihm zusätzlich hold.
Auch im Dreistellungswettkampf überzeugte Christoph Dürr - bis das Stehend-Schiessen kam.
Bild: PD