Mühlbach-Führungen sollen dank Übergangslösung attraktiv bleiben | W&O

Grabs | Werdenberg 26.03.2025

Mühlbach-Führungen sollen dank Übergangslösung attraktiv bleiben

Der Verein Grabser Mühlbach verabschiedete an der Hauptversammlung mehrere Vorstandsmitglieder und gab bekannt, welche Aufgaben dieses Jahr auf die Vollendung warten.

Von PD
aktualisiert am 26.03.2025
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Über 50 Mitglieder waren an der Hauptversammlung des Vereins Grabser Mühlbach (VGM) anwesend, die am Freitag im Restaurant Rössli in Werdenberg stattgefunden hat. Das ist keine Überraschung, hat der VGM doch einen grossen Rucksack an Projekten, Plänen und Vorhaben, die die Mitglieder interessieren und über die an diesem Anlass informiert wird. Zuerst aber wurden die Anwesenden mit einem Nachtessen verwöhnt.

Neues Museum ab 2027

Die Jahresberichte der einzelnen Sparten wurden ohne Ge­genstimme genehmigt und die anschliessenden Traktanden zügig behandelt. Es gab einen Rückblick auf die letzte Mühlbach-Saison, und beim Blick ins 2025 wurde es dann konkret, was für Aufgaben auf die Vollendung warten.

Zum einen ist es die Gattersäge, die mit Unterstützung der Politischen Gemeinde Grabs aufgebaut wird. Das Gehlerhaus wird durch die Gemeinde saniert und die darunterliegende Schmiede erfährt vor allem sicherheitstechnisch eine Auffrischung. Die Wollverarbeitung, ehemals Sturzenegger, wird zu einem Museum umgestaltet, sodass dieser einmalige Betrieb ab 2027 bei Mühlbach-Führungen wieder zur Verfügung steht.
Attraktive Führungen zu ­organisieren, ist ein grosser Wunsch des Vereins, doch mit den in den kommenden zwei Jahren fehlenden Objekten würde das schwierig werden. Aus diesem Grund wird in einem Gebäude neben der Wollverarbeitung ein Übergangsmuseum eingerichtet. Dies mit dem Ziel, die nicht zugänglichen Objekte trotzdem anschaulich und erlebbar an die Besucherinnen und Besucher zu bringen.

Langjährige Arbeit im Vorstand geleistet

Beim Traktandum Ehrung und Verdankungen mussten drei verdiente Vorstandsmitglieder verabschiedet werden. Sepp Süess hat ab 2012 die Sparte Catering übernommen und war ab 2014 im Vorstand. Zudem hat er den Vorstand in vielen Belangen mit seinem Wissen unterstützt.

Philipp Schär war von 2002 bis 2012 Mitglied der Kulturkommission und 2008, als der Verein Grabser Mühlbach aus der Taufe gehoben wurde, war er eines der Gründungsmitglieder. Nach einigen Jahren Tätigkeit als Revisor war er ab 2019 im Vorstand als Aktuar tätig. Philipp Schär bleibt dem Verein erhalten, er wird den Besuchenden den Mühlbach als Führer näherbringen. Erna Schär wird ihre wertvolle Arbeit in den verschiedenen Projektgruppen weiterführen.

Als «Ehrenmühlbächler» wurde Andreas «Dachi» Eggenberger geehrt. Ohne ihn gäbe es den VGM in der heutigen Form nicht – und gewiss würde auch der Mühlbach mit seinen Wassermühlen ganz anders aussehen. Als Mitglied der Kulturkommission war es ihm ein Anliegen, so viele Objekte wie möglich vor dem Vergessen zu retten. Als Mitglied der Baukommissionen Tätschhus und Messerschmitte hat er viel dazu beigetragen, dass auch diese Kulturgüter ein fes­-ter Bestandteil von Grabs geworden sind.