Die Debrunner-Koenig-Gruppe mit Hauptsitz in St.Gallen hat am Standort Sennwald eine der grössten Investitionen der vergangenen Jahre vorgenommen: Im Werk der Debrunner Metallservice AG ist der Maschinenpark um eine neue Längsteilanlage erweitert worden, deren Ausstoss dank deutlich schnellerer Durchlaufzeiten vier- bis fünfmal höher ist als jener der in die Jahre gekommenen Anlage am Aargauer Standort Menziken.
Die neue Anlage in Sennwald produziert in hoher Präzision hochwertige Metallbänder für viele Anwendungen. Reto Caprez, Leiter Metallservice und Mitglied der Gruppenleitung, sagt: «Abgesehen von Sicherheitsrisiken und veralteter Technologie spielt die Zeit eine Rolle: Unsere 33-jährige Anlage kann mit dem Tempo, auf das unsere Kundinnen und Kunden angewiesen sind, nicht mehr mithalten.» Die alte Anklage in Menziken hat ausgedient.
Das Unternehmen ist fast 270 Jahre alt
Die Gruppe zählt in der Schweiz annähernd 40 Standorte. Das Unternehmen ist als Grosshändler von Stahl- und Metallprodukten sowie weiterem Baubedarf ein führender Zulieferer für Bau, Industrie und Handwerksbetriebe. Die Gruppe gliedert sich in vier Geschäftsbereiche: Bewehrungen, Stahl und Metalle, Metallservice sowie Technische Produkte. Debrunner Koenig, gegründet 1755 als Hochreutinersche Eisenwarenhandlung in St.Gallen, gehört seit 1992 zum deutschen börsenkotierten Klöckner-Konzern.
In der Ostschweiz hat die Gruppe fünf Standorte: St.Gallen (Hauptsitz und Debrunner Acifer), Sennwald (Debrunner Metallservice und Debrunner Acifer), Buchs (Debrunner Acifer Bewehrungen), Eschlikon (Bewetec) und Weinfelden (Debrunner Acifer).

Die Debrunner-Koenig-Gruppe beschäftigt rund 1400 Mitarbeitende. 2023 sank die Zahl in Vollzeitstellen gerechnet von 1387 auf 1375. Die Gruppe bildet 120 Lernende aus. Der Umsatz gab 2023 von gut 1,3 Milliarden Franken im Rekordjahr 2022 auf gut 1,1 Milliarden Franken nach. Das war fast gleich viel wie 2021 und mehr als in den beiden Jahren davor.

Die Gruppe wird seit November 2017 von Thomas Liner geleitet. Per Ende 2024 verlässt Liner das Unternehmen, «um eine neue berufliche Herausforderung anzunehmen». Interimistisch wird ab Anfang 2025 Finanzchef Heinz Rohrer auch als CEO einspringen.