Der Analysebericht präsentiert Basiskennzahlen aus dem Jahr 2020 zu Sozialhilfe, Alimentenbevorschussung, Elternschaftsbeiträgen und ausserordentlichen Ergänzungsleistungen sowie Kennzahlen zur Sozialhilfe im Asyl- und Flüchtlingsbereich. Ein Spezialteil beleuchtet die Vergabe von kantonalen Corona-Hilfen an armutsgefährdete Personen. Das geht aus einer Medienmitteilung des Kantons hervor.
Das Sozialhilferisiko der Personen von 18 bis 25 Jahren ist zwischen 2010 und 2020 um einen halben Prozentpunkt auf 2,2 Prozent gesunken, geht aus dem Bericht weiter hervor. Damit habe sich die Situation bei den jungen Erwachsenen in den vergangenen zehn Jahren unter allen Altersgruppen am deutlichsten verbessert.
Die Anzahl unterstützter Personen von 56 bis 64 Jahren steigt kontinuierlich und hat zwischen 2010 und 2020 um mehr als 50 Prozent zugenommen. Durch diese Zunahme trägt diese Altersgruppe mit 2,1 Prozent ein nahezu gleich hohes Sozialhilferisiko wie die Gesamtbevölkerung.
Covid-Pandemie hat nicht zu Zunahme geführt
Im Jahr 2020 haben im Kanton St. Gallen 10676 Personen finanzielle Leistungen der Sozialhilfe bezogen. Das sind 41 Personen mehr als im Vorjahr und entspricht einer minimalen Zunahme um 0,4 Prozent. Die Sozialhilfequote liegt unverändert bei 2,1 Prozent. Insgesamt betrachtet hat die im Zuge der Covid-19-Pandemie zunächst angestiegene Arbeitslosigkeit 2020 nicht unmittelbar zu einer Zunahme der Sozialhilfebeziehenden geführt. Auf regionaler und kommunaler Ebene zeigen sich jedoch zwischen 2019 und 2020 durchaus Veränderungen in der Anzahl der unterstützten Personen. Am deutlichsten im Wahlkreis Toggenburg, in dem die Sozialhilfequote von 2,1 auf 2,3 Prozent angestiegen ist.Im Wahlkreis Sarganserland beziehen am wenigsten Menschen Sozialhilfe
Die Gemeinde mit der höchsten Sozialhilfequote im Wahlkreis Werdenberg ist Sevelen mit 2,4 Prozent. Die Gemeinde mit der tiefsten Sozialhilfequote ist Sennwald mit 0,9 Prozent. Dazwischen liegen Gams (1,2), Grabs (1,4), Buchs (1,8) und Wartau (1,9). Im Wahlkreis Toggenburg liegt die Gemeinde Wildhaus-Alt St. Johann mit einer Sozialhilfequote von 0,9 Prozent deutlich unter dem Durchschnitt von 2,3 Prozent. Die höchste Quote im Kanton hat die Stadt St. Gallen mit 4,4 Prozent, die tiefste findet man in Berg mit 0,1 Prozent. Fokussiert auf die Wahlkreise hat das Sarganserland mit 1,1 Prozent am wenigsten Sozialhilfebeziehende.
Im Wahlkreis Werdenberg beziehen in der Gemeinde Sevelen am meisten Menschen Sozialhilfe.
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