Wie Gemeindepräsident Niklaus Lippuner am Mittwochabend einleitend im Kirchgemeindehaus sagte, sei die gesamte Bevölkerung eingeladen, sich am Mitwirkungsverfahren zum Hochwasserschutzprojekt zu beteiligen, das bis 17. Juni läuft.
Da das Gerinne des Studnerbachs eine zu geringe Kapazität aufweise, komme es im Ereignisfall zu grossflächigen Überflutungen im Siedlungsgebiet. Zudem müssten bestehende Bachverbauungen wegen Schäden saniert werden. Überprüft habe man aber auch alle anderen Grabser Bäche. Lippuner sagte:
Schon früh seien erste Verbauungen erstellt worden. «Doch Bachverbauungen sind ein endloses Werk, die immer wieder saniert werden müssen», verdeutlichte Düring.
Ein grosser Teil des Siedlungsgebietes im Bereich des Studnerbaches läge im Gefahrenbereich. Es drohten nebst Überschwemmungen auch Murgänge. Bei einem Jahrhunderthochwasser rechne man mit 25 Kubikmetern Wasserdurchlauf pro Sekunde. Dies entspreche rund 100 Badewannen voll Wasser.
Dabei zeigte sich, dass beim Grabserbach wie auch bei den anderen Bächen kein Handlungsbedarf besteht.Andreas Düring, Projektleiter im kantonalen Amt für Wasser und Energie, blickte in die Geschichte des Baches zurück. Im 20. Jahrhundert habe es vier Überschwemmungen gegeben.

Informierten über das Projekt: Patrick Rissi, Niklaus Lippuner und Andreas Düring (von links).
Bild: Hanspeter Thurnherr