163 Stimmberechtigte der Ortsgemeinde Grabs (7,8 Prozent aller Stimmberechtigten) und vier Gäste fanden sich zur Bürgerversammlung im evangelischen Kirchgemeindehaus ein. Präsident Ulrich Sturzenegger führte speditiv durch die Traktandenliste. Das operative Ergebnis der Erfolgsrechnung 2024 weist einen Ertragsüberschuss von 23’680 Franken aus, der in das Eigenkapital eingelegt wird. Budgetiert war ein Aufwandüberschuss von 176’990 Franken.
80’000 Franken mehr als geplant eingenommen
Zur massiven Besserstellung habe Verschiedenes beigetragen, schreibt die Ortsgemeinde. Positiv wirkten sich nicht budgetierte Mehreinnahmen von knapp 80’000 Franken aus. Nebst verschiedenen kleineren Posten sei etwa der Erlös für ab Stock verkauftes Holz höher gewesen.
Die Politische Gemeinde Grabs beteiligte sich an Unterhalt und Pflege des Schutzwaldes, der allen Einwohnerinnen und Einwohnern zugutekommt. Sie habe auch den Gebrauch der Ortsgemeindestrassen durch die Allgemeinheit mit einem höheren Beitrag abgegolten.
Weil der Personalbestand in der Ortsgemeindekanzlei nicht aufgestockt wurde, mussten diverse budgetierte Ausgaben nicht in Anspruch genommen werden. Die für das CO2-Projekt budgetierten Projektkosten und auch der einmalige Einkaufsbeitrag bei Wald-Klimaschutz Schweiz fielen um einiges günstiger aus erwartet. Ulrich Sturzenegger informierte die Anwesenden darüber, dass die Ortsgemeinde Grabs noch über CO2-Zertifikate verfügt. Interessierte dürften sich gerne melden oder vermittelt werden.
Gewisse Kosten fielen schlichtweg nicht an
Beim Unterhalt von Alpen und Strassen fielen gewisse Posten nicht an oder wurden auf 2025 verschoben. Im Talgebiet verursachte die Pflege von Windschutzstreifen, Einzelbäumen und Hecken tiefere Kosten. Insgesamt ergaben sich Minderausgaben von rund 120’000 Franken. Die Investitionsrechnung 2024 weist Ausgaben von 29’200 Franken für die Projektierung der Alpwasserversorgung Ischlawiz und 122’850 Franken an Subventionseinnahmen für den sanierten Pirweg aus.
Das Budget 2025 rechnet bei einem Aufwand von 696’248 Franken und einem Ertrag von 614’147 Franken mit einem Aufwandüberschuss von 82’131 Franken. Dieser soll mit Bezügen aus der Ausgleichsreserve und dem Eigenkapital gedeckt werden, schreibt die Ortsgemeinde. Per 31. Dezember 2024 betrug das Eigenkapital (inklusive der Reserve von 145’000 Franken) rund 4,036 Millionen Franken.
Die Investitionsrechnung 2025 weist einen Aufwand von 15’988 Franken aus, womit die Planung der Alpwasserversorgung Ischlawiz weiterverfolgt wird. Die Unterlagen für deren Sanierung wurden zur Vorprüfung eingereicht. Aufgrund einer ersten Rückmeldung seien noch weitere Unterlagen einzureichen. Sobald das Ergebnis der Vorprüfung vorliegt, werde die Planung einer ausserordentlichen Bürgerversammlung in Angriff genommen, um den Bürgern und Bürgerinnen das Projekt zur Abstimmung vorzulegen.
Kosten für Ischlawitz sorgten für Wortmeldung
Die anwesenden Ortsbürger und Ortsbürgerinnen genehmigten sowohl die Jahresrechnung als auch das Budget ohne Gegenstimme. Erneut durfte der Ortsgemeindepräsident von einem sehr guten Rechnungsergebnis der Forstgemeinschaft Grabus berichten. Die allgemeine Umfrage wurde von einem Bürger genutzt, der sich besorgt über die Höhe der bereits angefallenen Planungs- und die anstehenden Gesamtkosten für die Alpwasserversorgung Ischlawiz äusserte und gar deren Notwendigkeit im geplanten Umfang hinterfragte.