Vier Wochen ist es her, seit der Frümsner Hans Oppliger den Verein Humanitäre Nothilfe Ukraine gegründet hat. Die Welle der Solidarität in der W&O-Region ist beispiellos. Im Gespräch mit Hans Oppliger und Barbara Dürr – die Gamserin gehört ebenfalls zu den treibenden Kräften – fallen Lobesworte ohne Ende:
Die Hilfsaktion hat eine enorme Dynamik angenommen. Immer mehr Hilfsgüter und Hilfsangebote treffen beim Verein ein.
Man weiss, dass Hans Oppliger wegen seiner Passion als Imker auch «Bienenvater» genannt wird. Am Bahnweg Nord in Sevelen dirigiert er nun einen Haufen fleissiger «Bienen», welche Decken, Schlafsäcke, Medikamente, Verbandsmaterial, Kleider, konservierte Esswaren, Windeln und vieles mehr auspacken, sortieren, verpacken, auf Paletten und in Paloxen und zu guter letzt in Fahrzeuge hieven.
Mit dabei sind Menschen aus der Region und Menschen aus der Ukraine, welche auf ihrer Flucht vor dem Krieg im Werdenberg gelandet sind.
Überwältigend. Einfach unglaublich. Wahnsinnig. Grossartig.Sie beide sind im Herzen tief berührt ob der riesigen Unterstützung, welche sich in den letzten Wochen gebildet hat. Weit über 100'000 Franken an Spenden sind bisher eingegangen. Fünf Sattelschlepper mit Hilfsgütern haben sich bereits in Richtung nationaler Verteilzentren und Partnerorganisationen aufgemacht, ebenso Privatautos und Privatbusse. Teils reist man mit den Gütern bis an die Front.

Alles wird gebraucht: Blick ins Lager am Bahnweg Nord 16 in Sevelen.
Bild: Armando Bianco
Sortieren, auspacken, einpacken, aufladen
Der Verein hat diese Woche aus Platzgründen ein neues «Hauptquartier» bezogen. Nun wird die Hilfsaktion nicht mehr am Landwirtschaftlichen Zentrum in Salez koordiniert, sondern in den Räumlichkeiten der Oberrietner Firma Gschwend Transporte AG am Bahnweg Nord 16 in Sevelen. Es ist einer glücklichen Fügung zu verdanken, dass der Verein die derzeit ungenutzte Halle mit ihrer Infrastruktur kostenlos benutzen darf.
Verpflegung für die vielen Helfenden: Die Ukrainerin Olga ist eine der guten Seelen in der Küche.
Bild: Armando Bianco

Anpacken ist gefragt: Regale füllen und leeren sich ohne Unterbruch.
Bild: Armando Bianco