Am Samstag, just zu Beginn der Herbstferien, hatte die Bevölkerung die Gelegenheit, das erweiterte Kirchbünt-Schulhaus zu besichtigen. Entstanden ist ein innen und aussen gefälliges Bauwerk für ein modernes und zeitgemässes Schulsystem.
Es bestand ebenfalls die Möglichkeit, den Verein Energiepfad Grabs mit Objekten der Energiewerkstatt kennenzulernen. Und für das leibliche Wohl stand die Festwirtschaft in der Aula bereit.
Im Mai 2020 hatte die Grabser Bevölkerung mit 92,9 Prozent dem Kredit für diesen Erweiterungsbau zugestimmt. Etwas mehr als zwei Jahre später konnte der Schulbetrieb nach den Sommerferien aufgenommen werden.
Die Emissionen, welche die Schüler- und Lehrerschaft sowie die Nachbarn erdulden mussten, hätten sich aber gelohnt. «Für mich ist der Erweiterungsbau ein Bijou geworden», sagte Niklaus Lippuner. Das Gebäude sei in Minergie P ausgeführt und somit ein wichtiger Baustein als Energiestadt mit Label Gold für eine nachhaltige und ökologische Zukunft, verriet er weiter.
«Es ist ötschis Gfreuts entstanden, und ich bin mir sicher, wenn Sie die Räumlichkeiten besichtigen, würden Sie nochmals gerne zur Schule gehen», meinte er zu den Anwesenden beim Festakt.
Der Grabser Schulpräsident Hansjürg Vorburger wandte sich äusserst humorvoll und ebenso informativ an die Festgemeinde.
Bis 2030 habe man nun an der Oberstufe genügend Schulraum. Doch danach – sicher ab 2035 – brauche es auch an der Oberstufe noch zusätzlichen Schulraum. Und an der Primarschule fehlen bis 2035 gemäss Prognosen zehn Zimmer.
«Wenn ich das so sehe, kann man doch Freude haben an unserer lernenden Jugend.» Hansjürg Vorburger wünschte allen, welche hier den Weg zum Leben finden, alles Gute und «Schiff ahoi!».
Schulleiter Röbi Küng wandte sich zum Schluss an die Anwesenden: «Es gibt immer Leute, denen es gefällt oder nicht; aber im heutigen Fall sind es die Schüler und die Lehrer, welche vom Schulhaus schwärmen.»

Gesangsvortrag einer Oberstufenklasse beim Einweihungsakt.
Lieder zur Einweihung des Schulhauses
Die musikalische Umrahmung des offiziellen Festaktes um 11 Uhr besorgten die Oberstufenklassen der Lehrkräfte Eva-Maria Bucher, Michael Kramer und Lorenz Eggenberger mit verschiedenen Liedern. Lehrer Micha Zuber begeisterte mit einem zauberhaft gespielten Klavierstück. Gemeindepräsident Niklaus Lippuner sagte an der Einweihung:Mit grosser Freude stehe ich heute hier und bin richtig stolz, wenn ich das Endprodukt sehe.Nach verschiedenen Herausforderungen wie etwa der Coronapandemie oder der Rohstoffkrise sei die Schulhauserweiterung nun ein gelungenes Werk. Der Bau solle der Grabser Bevölkerung lange und nachhaltig erhalten bleiben. Weiter erwähnte der Gemeindepräsident, dass es gelungen sei, das einheimische Gewerbe bei diesem Neubau gut zu berücksichtigen.

Auf der digitalen Wandtafel ist diesmal alles erlaubt.
Ein Präsent für die Architekten
Mit dem Architekturbüro Box 3 habe ein innovatives und kreatives Büro den Wettbewerb gewonnen, erwähnte Niklaus Lippuner. Das sei für Grabs ein Glücksfall gewesen. Mit Köstlichkeiten in einem Korb verpackt bedankte sich der Gemeindepräsident beim Box-3-Team Patricia Krebs und David Hofer. Beide blickten kurz auf die Möglichkeit zurück, diesen aussergewöhnlichen Auftrag zu erhalten. Das Geschlossene und das Offene sei fühlbar in diesem Schulhaus, sagte Patricia Krebs und «es gibt ganz spannende Räume hier».
Gemeindepräsident Niklaus Lippuner (links) übergibt ein Geschenk an das Architektenteam Patricia Krebs und David Hofer.
Ort der Begegnung mit Wohlgefühl
Zum neuen Schulhaus: Trotz Regenwetter sei das Licht schön und die Stimmung hier drinnen warm, dank der Farbgebung. Die Schule sei ein Ort der Begegnung, und hier werde man mit einem Wohlgefühl überrascht.
Schulpräsident Hansjürg Vorburger lobt die warme Farbgebung im neuen Schulhaustrakt.