Der OV Wartau hat für den Kantonalverband Birdlife St.Gallen die Delegiertenversammlung organisiert. Rund 50 Delegierten und Gäste, darunter Regierungsrat Beat Tinner, nahmen an den Exkursionen am Morgen und der DV am Nachmittag im Restaurant Heuwiese teil.
Katrin Szacsvay vom OV Wartau begrüsste die Teilnehmer in Plattis und informierte über die beiden Exkursionen. Eine Gruppe besichtigte das Amphibienumsiedlungsprojekt beim Tankgraben und den Bürgerwingert. Die andere erfuhr etwas über das Flussregenpfeiferprojekt am Rhein. Beide Gruppen besichtigten zudem Lebensräume, wo der Wendehals wieder erfolgreich brütet.
Der Wendehals frisst Ameisen, die er vor allem auf unbewachsenen Bodenflächen findet. Heimisch ist er beispielsweise gerne in Streuobstwiesen oder Rebbergen. «Wir erhoffen uns, dass dies auch anderen Arten wie beispielsweise dem Wiesel, dem Gartenrotschwanz, dem Neuntöter, dem Wiedehopf und der Schlingnatter hilft», so Hannes Schuhmacher am Anlass am vergangenen Wochenende.
Der OV Wartau nimmt am Projekt teil
Im Jahr 2014 trommelte der Sarganser Umweltingenieur Hannes Schuhmacher Interessierte für ein Wendehalsprojekt zusammen. Der Wendehals gehört zu den Spechten, seine Lebensweise aber ist für Spechte in mancherlei Hinsicht nicht typisch. So ist er zwar ein Höhlenbrüter, zimmert sich seine Höhle aber nicht selber. Deshalb nimmt er auch Brutkästen an. Hier setzte Hannes Schuhmacher mit seinem Projekt als erstes an. 2015 verteilte er und sein Team in den Gebieten des Birdlife Sarganserland, des OV Wartau und des OV Balzers rund 150 Nistkästen. Bereits ein Jahr später nisteten die ersten Wendehälse darin.Jährlich mehrere Bruten
Es gab schon zuvor Wendehalsbruten im Raum Werdenberg-Sarganserland, jedoch wurden diese nicht regelmässig festgestellt. Seit dem Wendehalsprojekt konnten jährlich mehrere Bruten dokumentiert werden. Als nächster Schritt soll nun der Lebensraum für den Wendehals mit grösseren und kleineren Strukturen wie Asthaufen und Hecken verbessert werden.
Eine bedrohte Vogelart: Der Flussregenpfeifer brütet auf den Kiesbänken des Rheins.